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Vulkan Acatenango »

Für die Besteigung des Acatenango hatten wir uns schon in Deutschland entschieden. Und nun war es endlich so weit. Fast jede Agentur in Antigua bietet diese Zweitagestour an, aber man sollte sich vorher schon etwas informieren und vergleichen, denn zum Beispiel bietet Adrenalina Tours das Ganze für 500 Quetzales an und man muss das Zelt und Schlafsack selbst hochtragen. Bei Magic Travel hingegen kostet es nur 350 Quetzales und Zelt und Schlafsack sind schon vor Ort. Letztendlich haben wir uns aufgrund der guten Rezensionen bei TripAdvisor für die Tour mit Soy Gulimer entschieden. Die Tour kostete ebenfalls 350 Quetzales; allerdings wird ein Teil von dem Geld auch noch für lokale Projekte in den umliegenden Dörfern verwendet. Auch arbeitet Soy mit lokalen Guides und schafft somit Arbeit in der Region. Auch hier mussten wir nur unsere persönlichen Sachen tragen – der Rest war schon vor Ort im Campamento aufgebaut. Man kann ihn einfach per WhatsApp kontaktieren und die Tour buchen. Es hat alles super geklappt.

Am Montag morgen wurden wir um 8 Uhr direkt vom Hostal abgeholt. Nach ca. einer Stunde Fahrt sind wir in La Solidad bei Soy zuhause angekommen. Hier konnte man sich noch warne Jacken, Mützen, Schals, Handschuhe oder Rucksäcke ausleihen. Außerdem wurden die Essenspakete für Frühstück und Mittag verteilt. Dieses musste jeder selber tragen. Im Anschluss wurden wir dann noch ca. 10 Minuten mit dem Auto weiter bis zu Startpunkt gebracht. Dort standen schon mehrere Verkäufer bereit um ihre selbst geschnitzten Wanderstöcker zu verkaufen. Mit gut 23 Teilnehmern waren wir schon eine recht große Gruppe, aber auf 4 Guides verteilt war das in Ordnung. Der Aufstieg sollte ungefähr 6-6,5 Stunden bis zum Campamento auf 3600 Meter dauern und dann am nächsten Morgen noch einmal 1,5 Stunden bis zur Spitze auf 3976 Meter.

Ein extrem staubige Weg führte uns zunächst durch Felder. Der Weg bestand nur aus Staub und losem Lavagestein – man war quasi schon vom Atmen satt. Die erste Pause machten wir nach ca. 30 Minuten Anstieg und wir ahnten langsam auf was wir uns da eingelassen hatten. Weiter ging es dann immer stätig bergauf nun aber durch Wald. Im Gegensatz zum San Pedro gab es weniger Treppenstufen, sodass der Weg in unendlichen Serpentinen den Berg hinauf führte. Die Guides waren immer sehr bedacht, dass alle zusammen bleiben und niemand zurückbleibt. Immer nach ca 30 Minuten wurde eine kleine Pause eingelegt, dadurch war der Aufstieg trotz der Höhe ganz gut machbar. Nach ca. 5 Stunden erreichten wir die Wegstrecke, welche fast eben ein Stückchen um den Vulkan herum führte. Auf diesem sind wir dann noch eine weitere Stunde gelaufen. Von hier aus hatten wir dann auch den ersten Blick auf den Fuego, der immer wieder ausgebrochen ist und Rauchwolken in die Luft geschleudert hat. Die dazugehörigen Geräusche erinnern an das Donnern bei einem Gewitter. Es ist schon beeindruckend einem aktiven Vulkan so nahe zu sein. Bis zum Campamento war es dann nur noch einmal ein kurzer und knackiger Anstieg über Lavageröll von ca. 30 Minuten. Kaputt, aber zufrieden es geschafft zu haben sind wir gegen 16 Uhr im Campamento angekommen. Wir bekamen unsere Zelte zugewiesen und haben und erstmal eingerichtet und etwas ausgeruht. Anschließend haben wir uns an das bereits schon brennende Feuer gesetzt und den Sonnenuntergang angeschaut. Leider zogen immer mehr Wolken über den Berg hinunter und die Sicht auf den Fuego war sehr eingeschränkt. Nachdem die Sonne untergegangen war wurde es schnell sehr kalt, denn hier oben wehte ein eisiger Wind. Zum aufwärmen bekamen wir ein warmes Essen und zum Nachtisch eine heiße Schokolade und Marshmellows. Das war echt super. Nun saßen wir alle gespannt wartend am Feuer um einen Ausbruch des Fuegos beobachten zu können. Das frieren und warten wurde belohnt. Der Himmel klarte auf und wir hatten eine freie Sicht auf den Vulkan. Es war einfach atemberaubend das Schauspiel zu beobachten, wie der Vulkan die glühende Lava herausschleudert. Eigentlich hätte man es sich die ganze Nacht anschauen müssen, aber die Kälte und die Müdigkeit hat uns dann doch irgendwann ins Bett gezwungen.

Die Nacht war ziemlich kalt und ungemütlich und auch das ständige grummeln des Vulkans hat uns immer wieder aufwachen lassen. Um 4 Uhr morgens war die Nacht dann ohnehin zu Ende. Müde und durchgefroren quälten wir uns aus unseren Schlafsäcken und machten uns fertig für den letzten Aufstieg. Mit Taschenlampe bewaffnet ging es los. Knapp 400 Höhenmeter lagen noch vor uns und der Wind war eisig kalt. Es war wirklich anstrengend. Zum einen wegen der Höhe und zum anderen weil man auf dem weichen Lavageröll immer zwei Schritte vor und einen wieder zurückgerutscht ist. Aber auch das war in einem langsamen Tempo mit Pausen zu schaffen. Gerade rechtzeitig zum Sonnenaufgang erreichten wir die Spitze. Hier war sogar stellenweise Frost zu sehen und der Wind richtig kalt, aber die grandiose Aussicht hat uns für alles entschädigt.

Es war einfach wunderschön dort oben nach all der Anstrengung den Sonnenaufgang zu erleben. Wir konnten bis zum Lago Atítlan mit seinen Vulkanen und Antigua und Umgebung auf der anderen Seite sehen. Auch hatten wir von hier aus noch einmal einen anderen Blick auf den Fuego. Nach einer knappen Stunde ging es dann wieder herunter zum Campamento. Hier wurden wir schon mit einem heißen Kaffee und Frühstück empfangen. Nach einer kurzen Pause haben wir unsere Sachen gepackt. Anschließend machten wir uns auf den Weg für den 4 Stündigen Abstieg. An sich war es gut zu machen. An einigen Stellen war es nur sehr rutschig, sodass wir aufpassen mussten uns nicht auf den Po zu setzen. Unten angekommen sahen wir wegen dem vielen Staub aus wie die Schweine, waren aber glücklich, zufrieden und stolz es geschafft zuhaben. Wir wurden dann wieder zurück nach Antigua in unser Hostal gebracht, wo wir nach einer Grundreinigung dann den Tag entspannt haben ausklingen lassen.

Insgesamt gesehen war es eine super Tour, die wir nur jedem empfehlen können und mit Soy Guilmer und seinen lieben Guides hat auch alles super geklappt.

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Der Markt von Chichicastenango »

Von Panajachel aus haben wir heute einen Ausflug nach Chichicastenango gemacht. Die Fahrt dauerte ca. 2 Stunden und ging vom Atítlan-See hoch auf das Altiplano in Richtung Norden. Auch hier reihte sich ein Dorf an das nächste.

Jeden Donnerstag und jeden Sonntag findet hier in Chichicastenango immer ein riesiger Markt statt, auf dem man wirklich (fast) alles zu kaufen bekommt. Obwohl sicherlich einige Touristen anzutreffen sind und auch viele Artikel für ebendiese bestimmt sind, ist der Markt aber auch „der“ Umschlagsplatz für Waren aller Art für die Einheimischen aus Chichi und Umgebung. Unzählige Transporter, Busse und Pritschenwagen brachten Fuhrenweise Menschen aus der Umgebung (mit oder ohne Waren) heran. In den Straßen und Plätzen herrscht ein unglaubliches Durcheinander von Gängen, Ständen, Waren und Menschen in traditioneller Kleidung.

Zuerst haben wir uns aber den Friedhof angesehen. Die bunt angemalten Grabsteine und Mausoleen waren sehr schön anzusehen. Doch war dort auf dem Friedhof eine sehr mystische Stimmung. In kleinen Unterständen brannte Feuer, Weihrauch wurde geschwenkt und die Maya murmelten nicht verständliche Sätze vor sich her. Hier in Guatemala ist es sehr verbreitet, dass neben der katholischen Kirche parallel noch die alten Maya Rituale und Traditionen gelebt werden. So ist es auch vor der Hauptkirche in Chichicastenango zu beobachten. Diese Kirche wurde auf den Mauern eines Mayatempels errichtet. Deshalb sind die Stufen zu Kirche auch heilig und sollten eigentlich auch nicht von Touristen genutzt werden – viele halten sich natürlich nicht daran. Auf den Stufen saßen viele Frauen mit Blumen vor sich ausgebreitet, Männer schwenkten Weihrauch und schürten das Feuer, welches vor den Stufen brannte. Die Blumen standen zum Verkauf um als „Opfergabe“ in der Kirche dargebracht zu werden. Den ganzen Tag läuteten die Glocken und in Kombination mit dem Markt, dem Weihrauch, den Feuern und den vielen Menschen war das schon eine besondere Stimmung. Wir haben uns dann einige Stunden einfach über den Markt treiben lassen. Hier gab es über Obst, Gemüse, Fleisch, lebende Tiere, Stoffwaren, Keramik, Souvenir und noch vieles mehr. Im inneren der „Markthalle“ waren auch noch unzählige kleine Garküchen wo an jeder Ecke Tortillas angeboten wurden, die aus frischem Teig geformt und gegart wurden.

Nach 4 Stunden Trubel waren wir vollkommen Reizüberflutet und hatten auch genug gesehen. Es ging dann mit dem Bus wieder zurück nach Panajachel.

Chichicastenango ist auf jeden Fall einen Besuch wert, denn hier kann ein sehr ursprüngliches Guatemala beobachtet werden.

Bacalar »

Da es leider keine wirklich gute direkte Verbindung von Valladolid nach Bacalar gab, haben wir uns für die Umsteige-Verbindung über Tulum entscheiden. Hierbei ist zu beachten dass es eine Stunde Zeitverschiebung zwischen Valladolid und Tulum gibt. Entsprechend sollte die Anschlussverbindung mindestens eine Stunde nach der voraussichtlichen Ankunft liegen. Wir hatten alles korrekt gebucht und so sind wir nach ca. 5 Stunden Fahrt in Bacalar angekommen.

Bacalar ist ein kleiner Ort direkt an der Lagune Bacalar. Diese Süßwasser-Lagune schimmert im Sonnenschein in vielen unterschiedlichen blau und türkis Farben. Hier haben wir uns in ein Eco-Hotel einquartiert. Es lag zwar leider 2,5 km vom Zentrum entfernt, dafür aber direkt am See und auch die Zimmer hatten Seeblick. Wir mussten in Mexiko bereits mehrfach feststellen, dass kurzfristig schon immer ein Großteil der Unterkünfte ausgebucht waren. So sind wir nun im CasaLamat gelandet. Aber das Hotel hat uns trotzdem sehr gut gefallen. Hungrig von der Fahrt haben wir uns dann zu Fuß auf den Weg in den Ort gemacht. Den Abend haben wir dann mit einem Bierchen in der Hängematte mit Blick auf die Lagune ausklingen lassen. Am nächsten Morgen begann der Tag mit einem ausgiebigen Frühstück. Anschließend sind wir dann mit einem Boot auf die Lagune gefahren. Vom Boot aus könnte man das Farbspiel der unterschiedlichen blau und türkis Farben noch besser beobachten. Unterwegs haben wir noch zwei Cenoten angesteuert, die quasi in der Lagune liegen. Die erste war die Cenote Negro und ist 200 Meter tief. Dort wo die Cenote beginnt wird das Wasser von türkis plötzlich tief-schwarz. Die andere Cenote war nicht ganz so tief (ca. 40 Meter) – entsprechend war das Wasser auch nicht ganz so dunkel. Zum Schluss haben wir noch einen Stopp am Canal de los piratas (Kanal der Piraten) gemacht. Durch diesen Kanal und eine weitere Lagune gibt es einen Zugang zum karibischen Meer. Über diesen Weg sollen früher neben den Engländern auch Piraten nach Bacalar gekommen sein. In diesem Kanal ist das Wasser besonders flach und dadurch besonders türkis. Es war einfach wunderschön anzusehen. Hier könnten wir dann eine Weile Baden. Im Anschluss ging es dann wieder zurück zu unserer Unterkunft. Den Nachmittag haben wir mit Dana einer Frau aus Uruguay, die wir auf dem Ausflug kennenlernen haben in einem sehr gemütlich Café bei ein paar Coronas am See verbracht. Am Abend hingen wir einfach nur in den Hängematten vor unserer Hütte ab. Am nächsten Morgen sind wir dann ganz früh aufgestanden um uns den Sonnenaufgang über dem See anzuschauen. Das war wirklich schön, und dazu die ganzen fremden Geräusche aus dem Wald zu hören war wirklich schön. Die Zeit bis zum Mittag verbrachten wir noch in aller Ruhe im Hotel in unserer Hängematte.

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Orosi Tal und der Vulkan Irazú »

Vorgestern abend sind wir im Orosi-Tal angekommen. Das ist ca. 50 km von San José entfernt. Hier in diesem Tal wird viel Landwirtschaft betrieben und vor Allem Kaffee angebaut. Auf der Fahrt nach Orosi kamen wir noch an dem grossen Cachi-Stausee vorbei, dessen Staumauer wir uns noch ansahen.
Gegen spätem Nachmittag sind wir dann in Orosi angekommen, dort haben wir uns in einer wirklich schöne Logde (Orosi Lodge) eingemietet und uns noch ein bisschen im Ort umgesehen. Am Abend konnten wir es uns bei wirklich angenehmen 25 Grad (es war schon fast ein bisschen frisch) auf unserem Balkon mit Blick ins Tal gemütlich machen.
[inspic=1151,left,400]Gestern morgen haben wir uns zum Abschluss den Vulkan Irazú angesehen. Dieser ist ca. 3400m hoch und hat einen ca. 300m tiefen und 1 km breiten Krater, in dem sich ein See gebildet hat. Im Moment ist er nicht aktiv und man kann ganz bequem im Auto bis fast zum Kraterrand fahren. Da wir uns rechtzeitig auf den Weg gemacht haben, hatten wir noch recht klare Sicht und blauen Himmel. Dadurch hatten wir auch noch eine guten Blick auf den zur Zeit immer noch aktiven Vulkan Turialba. Über seinem Gipfel sind immer Rauchwolken zu sehen. Als wir uns dann wieder auf den Rückweg machten, hatten sich die Berge auch komplett in Wolken eingehüllt, so dass man gerade noch die Hand vor den Augen sehen konnte.
Langsam sind wir dann noch mit ein paar kurzen Stopps nach San José gefahren. Hier verbrachten wir dann unsere letzte Nacht in Costa Rica.
Heute abend werden wir dann mit dem Bus wieder zurück nach Panamá Stadt fahren. Um 23:00 Uhr geht es los. Etwa gegen 14:00 Uhr am morgigen Tag werden wir in Panamá ankommen.
Marvin und Kathrin

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Die südliche Karibikküste und der Cahuita Nationalpark »

[inspic=1148,center,500]Von Freitag bis Sonntag haben wir uns die südliche Karibikküste angesehen. Wir waren im Dorf Cahuita und im gleichnamigen Nationalpark Cahuita. Dieser ist einfach wunderschön. Denn man kann einen ca. 8 km langen Wanderweg direkt am Strand unter den schattenspendenen Palmen und Bäumen laufen. Im Jahre 1991 wurde das vorgelagerte Riff durch ein Erdbeben angehoben. So kann man nicht nur vom Strand teilweise das aus dem Wasser gehobene Riff sehen, sondern auch hervorragend Schnorcheln (wir haben es nicht getan). Die Strände sind weiss durch den Kalk des Riffs und die Palmen ragen über das glasklare Wasser – quasi so wie man sich die Karibik vorstellt. Da es hier kaum Strömungen und Wellen gibt, kann man hier überall im seichten und lauwarmen Wasser sitzen. So haben wir in diesem Park einen ganzen Tag verbracht. Es war wirklich wunderschön, denn wir hatten auch mit dem Wetter richtig Glück, so dass Marvin noch ein paar Aufnahmen mit blauem Himmel bekommen hat 😉 . Allerdings muss man sagen, dass die Affen hier leider zutraulich frech sind und unser Rucksack so fast von einem Kapuzineraffen geklaut wurde. Marvin hat die Sachen dann aber mit seinem Leben verteidigt, so dass der Affe nur die Reste einer Keksverpackung erbeuten konnte 😉 [inspic=1147,right,400]
Unsere letzte Nacht in der Karibik haben wir in Puerto Viejo verbracht. Dort haben wir noch einmal die wirklich leckere karibische Küche mit frischem Fisch und Meeresfrüchten genossen und es uns bei einem frisch zubereiteten Piña Colada mit Blick aufs Meer gutgehen lassen.
Am Sonntag morgen sind wir dann die Küstenstrasse bis nach Manzanillo gefahren. Dieser Ort liegt kurz vor der Grenze nach Panama. Unterwers haben wir noch eine Stop in Puerto Uva gemacht und noch eine Stunde im blauen karibischen Meer gebadet.
Gegen Mittag haben wir dann mit einem lachenden (endlich wieder angenehmere Temperaturen) und einem weinenden Auge die Karibikküste (es war doch so paradisisch hier) verlassen um noch einen Tag im Zentraltal Costa Ricas verbringen zu können.
LG Kathrin und Marvin

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Tortuguero »

[inspic=1140,right,400]Die letzten drei Tage haben wir in Tortuguero verbracht. Das ist ein kleines Dorf mitten in einem riesigen Nationalpark im Norden Costa Ricas an der Karibikkueste. Es ist nicht einfach nur ein Wald am Meer, sondern man muss es sich eher wie den Spreewald am Meer vorstellen. Das ganze natürlich mit Regenwald und wesentlich grösser. Etwa vier Stunden fuhren wir auf unzähligen Kanälen, Flüssen und Lagunen bis wir dort waren. Schon unterwegs haben wir viele unterschiedliche Tiere gesehen und die einmalige Landschaft genossen. Nach unserer Ankunft in Tortuguero haben wir uns erstmal ein wenig im Dorf umgesehen und haben anschliessend einen ausgiebigen Spaziergang am Meer entlang gemacht, weil wir am nächsten morgen sehr früh raus mussten sind wir dann auch schon zeitig im Bett verschwunden. Am Donnerstag morgen waren wir mit der deutschen Biologin Barbara Hartung verabredet. Sie lebt schon seit vielen Jahren dort und kennt den Wald wie ihre Westentasche. Sie bietet deshalb in Tortuguero geführte Touren durch den Nationalpark an. So sind wir schon um morgens um 5:20 Uhr mit Ihr zusammen mit einem Kanu durch die Kanäle Tortugueros gefahren. Es war einfach wunderschön den Geräuschen des erwachenden Regenwaldes zu lauschen und zu sehen, wie der Nebel in den Bäumen von der Sonne aufgelöst wird. Auf dieser Fahrt haben wir Kaimane, Schildkröten, Basilisken, Leguane, Affen, viele Vögel und noch vieles mehr gesehen. In Costa Rica und insbesondere in diesem Nationalpark gibt es eine extrem hohe Artenvielfalt, so dass man viel zu Gesicht bekommt. Nach gut 3 Stunden sind wir dann wieder zurück an Land gegangen und haben nach einer kurzen Stärkung noch einen Erkundungsspaziergang durch den an Land gelegenen Teil des Nationalparks gemacht. Hier sind wir dann einigen der giftigsten Schlangen Costa Ricas begegnet. Zum Glück konnten wir sie uns aus sicherer Entfernung ansehen. Einige Spinnen, Heuschrecken und viele andere grosse und kleine Tiere haben wir hier ebenfalls noch sehen können. Viele Touristen fahren nach Tortuguero um den riesigen Lederrückenschildkröten bei der Eiablage bzw. dem Schlüpfen zuzusehen – schliesslich ist der Name Toruguero ja davon abgeleitet (Tortuga=span. Schidlkröte). Allerdings geschieht dies leider zu einer anderen Jahreszeit, so dass bei uns die Wahrscheinlichkeit Zeuge dieses Schauspiels zu werden relativ gering war. So haben wir uns entschlossen den Nachmittag mit einem ausgiebigen und wunderschönem Strandspaziergang ausklingen zu lassen. Nach einem leckeren karibischen Essen mit Fisch und Meeresfrüchten sind wir dann auch erfüllt von dem aufregenden Tag ins Bett gefallen.
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Eine Schildkröte – daher der Name Tortuguero

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Ein Basilisk

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Wimpern Viper (Bothriechis schlegelii)

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Leguan

Heute morgen wurden wir dann mit dem Boot wieder zurück nach Moín (Nahe von Limon) gebracht, wo wir unser Auto stehengelassen hatten.
Die nächsten Tage werden wir uns jetzt noch ein wenig die südliche Karibikküste ansehen, bevor es dann am Sonntag zurück in Richtung San Jose geht.
La pura vida
Kathrin und Marvin

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Montezuma »

[inspic=1119,left,400]Am Sonntag hat es uns ganz in den Süden der Insel nach Montezuma (aber ohne Rache) verschlagen. Das ist laut Reisefuehrer einer der letzten Hippi Orte an der Pazifikküste. Da hat er auch nicht ganz unrecht – es ist immer noch ein bisschen was von dem alternativen Charme zu spüren, auch wenn der Tourismus hier auch bereits angekommen ist. Eigentlich wollten wir uns hier den nahegelegenen Nationalpark ansehen, aber leider war es schon zu spät als wir dort ankamen. Unser GPS hat uns auf einer abenteuerlichen kleinen Nebenstrasse (Piste) einmal über die halbe Insel geführt. Dabei mussten wir ein paar Flüsse durchqueren und sind somit ca. 3 Stunden durch das Nirgendwo gehoppelt. Ich glaube hierher hat sich noch nie ein Tourist verirrt, denn die Leute haben uns alle ein bisschen komisch angesehen. Aber darduch haben wir eine ganze Horde Brüllaffen gesehenm die sich von Baum zu Baum gehangelt haben.
Am Montag morgen haben wir uns dann noch ein bisschen die nähere Umgebung von Montezuma angesehen. An dem felsigen Küstenabschnitt konnte man viele kleine Krebse und Leguane sehen. Gegen Mittag sind wir dann wieder in Richtung San Jose aufgebrochen. Um Zeit einzusparen haben wir die Fähre von der Nicoya Halbinsel rüber nach Puntarenas genommen. Von dort aus sind wir dann bis kurz vor Alajuela gekommen. Denn es wurde schon dunkel und kurz danach werden die Bürgersteige hochgeklappt. Zwischendurch hat es immer wieder heftig geregnet und kräftig gewittert. Noch nie haben wir ein solches Gewitter erlebt. Ueberall zuckten die Blitze und machten quasi die Nacht zum Tage. So sind wir in der von Schweitzern geführten Pension Bernatica gelandet. Es ist eine wirklich schöne Anlage. Hier haben wir uns noch mit der Besizterin über Land und Leute unterhalten und einen wirklich schönen Abend verbracht.
LG
Kathrin und Marvin

Halbinsel Nicoya an der Pazifikküste »

Gestern morgen haben wir uns aus dem verregneten Fortuna in Richtung Pazifik aufgemacht. Nach kurzer Zeit wurde das Wetter auch schon merklich besser. In der Nähe von Liberia haben wir einen Abstecher in den Nationalpark Vieja del Rincon gemacht. Der Vieja del Rincon ist ebenfalls ein Vulkan. Hier konnte man bei einer zweistündigen Wanderung die vulkanischen Aktivitäten in dieser Region beobachten. So haben wir von kochenden und stinkenden Wasserquellen über blubbernde Matschlöcher und rauchenden Erdlöchern einiges zu Gesicht bekommen. Das war wirklich sehr interessant und in einem wunderschönem Wald gelegen. Diesen Park kann man nur weiterempfehlen. Leider hat er schon um 15 Uhr geschlossen, sodass wir uns dann weiter in Richtung Nicoya Halbinsel aufgemacht haben. Leider gestaltete sich hier die Suche nach einem Zimmer etwas schwierieg, denn das von uns vorher ausgesuchte haben wir nicht gefunden. So konnten wir den wunderschönen Sonnenuntergang leider nicht wie geplant von Hotelstrand aus geniessen. Aber nach etwas Suchen haben wir dann noch ein wirklich schönes Hotel in Playa Braselito gefunden. Hier haben wir dann noch den Abend am Strand ausklingen lassen und den Wellen des Pazifiks gelauscht.
Haute morgen haben wir einen kleinen Spaziergang in die benachbarte Bucht gemacht. [inspic=1118,right,400]Dort war ein wunderschöner weisser Korallenstrand mit türkisblauem Wasser und Palmen 😉
Nach ein paar Stunden zog es uns dann doch weiter. So sind wir weiter in Richtung Sàmara gefahren. Hier haben wir jetzt ein schönes Zimmer direkt am Strand. So konnten wir die schöne Abendstimmung mit Blick auf das Meer heute ganz in Ruhe geniessen.
Morgen werden wir dann noch weiter in den Süden der Insel fahren.
Liebe Gruesse
Kathrin und Marvin
P.S. Wir freuen uns über eure zahlreichen Einträge 😉

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Vulkan Arenal »

Heute morgen wollten wir eigentlich schon früh los in den Arenal Nationalpark. Aber daraus wurde leider nichts. Denn es hat die ganze Nacht schon wie aus Kübeln gegossen und machte auch morgens nicht den Anschein, als wenn es so schnell aufhören würde. Hier bekommt der Begriff Starkregen noch mal eine ganz andere Bedeutung 😉
[inspic=1106,right,400]So haben wir erstmal ausgeschlafen (ja, wir haben ja auch Urlaub) und ganz in Ruhe auf unserem Balkon gefrühstückt. So gegen halb 10 Uhr hat der Regen dann etwas aufgehört und wir sind in Richtung Nationalpark Arenal gefahren. Leider war hier alles Wolkenverhangen – aber mit Regenjacken bewaffnet haben wir uns auf den Weg zum Vulkan gemacht. Nach kurzer Zeit wurde das Wetter etwas besser, so dass wir einen Teil des Vulkans erkennen konnten und einen schönen Blick über den Lago Arenal hatten. Da es hier ziemlich warm ist, machten uns die kleinen schauer, die immer mal wieder auf uns nieder gingen auch nicht so viel aus. Im Nationalpark hat man die Möglichkeit auf einem ca. 8 km lagen Rundweg durch den Wald zu streifen. Das haben wir natürlich auch gemacht – wir wollen ja schliesslich etwas sehen ;-). Der Wald war von vielen Geräuschen und Tierstimmen erfüllt, aber leider ist es im Dickicht nicht immer einfach zu Orten woher es kommt. [inspic=1108,left,400]Aber wir hatten mal wieder Glück und haben ein ca. 3 Meter lange Schlage gesehen. Auch einige Affen konnten wir in den Baumkronen erspähen. Ausserdem haben wir noch einige Vögel und das übliche Kleingetier gesehen. Man kommt sich hier irgendwie immer vor wie ein kleiner Entdecker, wenn man durch den Wald streift und nach Tieren ausschau hält.
Gegen Nachmittag haben wir dann die nähere Umgebung noch ein bisschen mit dem Auto erkundet. Jetzt gegen Abend hat es leider schon wieder angefangen zu Regnen. So gehen wir jetzt erstmal lecker (im Trockenen) Essen.
Morgen geht es dann weiter in Richtung Pazifikküste, wo das Wetter hoffentlich ein bisschen besser ist.
Hasta Luego
Kathrin und Marvin

Über den Bäumen »

Heute morgen sind wir mal wieder früh aufgestanden. Um 6 Uhr klingelte schon der Wecker. Nach einem schönen Frühstück draussen auf unserem kleinen Balkon haben wir uns in Richtung Santa Elena Reservat aufgemacht. Dies ist auch ein Nebelwaldschutzgebiet. Einige Kilometer vorher gibt es die Möglichkeit über verschieden hohe und lange Hängebrücken durch den Nebelwald zu gehen.
[inspic=1105,left,400]Bei leider nicht mehr ganz so schönem Wetter – es hat leicht geregnet – haben wir die Welt in den Baumkronen des Waldes erforscht. Für Kathrin war das ganz schön schwierig es zu geniessen, denn die Brücken waren zum Teil 300 Meter lang und bis zu 50 Meter hoch. Aber es hat sich gelohnt und so haben wir noch weitere spannende Eindrücke aus diesem einzigartigen Gebiet mitnehmen können.
Anschliessend sind wir dann in Richtung Vulkan Arenal aufgebrochen. Das sind ca. 110 km Schotterpiste Richtung Norden. Unser Ziel war Fortuna – eine kleine Stadt am Fusse des Vulkanes. Um dorthin zu gelangen mussten wir um den Arenal See herumfahren. Hier hatten wir immer wieder einen schönen Blick zum wolkenverhangenen Vulkan und den See. Der Vulkan ist 1968 zuletzt ausgebrochen und ist auch heute noch ziemlich aktiv – allerdings nicht gerade jetzt.
In Fortuna angekommen suchten wir uns nur noch ein Hotel und liessen dann den Tag ruhig ausklingen. Morgen werden wir uns den Nationalpark Vulcano Arenal ansehen.
LG Kathrin und Marvin

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Monteverde »

Am Montagmorgen haben wir nach einer langen Nacht (wir brauchten dringend etwas mehr Schlaf) unseren Mietwagen entgegennehmen dürfen. Somit konnte es nun endlich los gehen. Unsere Reise führte uns in Richtung Norden … nach Monteverde. Nach ca. 3 Stunden hatten wir unser Ziel erreicht. Monteverde liegt in den Bergen Costa Ricas. Hier gibt es einige private Reservate, die den Nebel-/ und Regenwald schützen sollen. In diesem Gebirge treffen die warmen und trockenen Luftmassen vom Pazifik und die feuchten Luftmassen vom karibischen Meer aufeinander. Dadurch befindet sich der Kamm dieses Gebirges unter einer ständigen Wolkendecke und es entsteht dadurch der sogenannte Nebelwald. Im Vergleich zu einem Regenwald (der sich übrigens auf der östlichen Seite des Gebirges befindet) regnet es hier nicht ständig, aber Feuchtigkeit durch die Wolken (Nebel) ist permanent vorhanden. Somit ist diesen Gebirge auch gleichzeit Teil der kontinentalen Wasserscheide, die sich von Alaska bis Feuerland zieht.

Nachdem wir uns ein kleines schnuckeliges Hotel gesucht hatten, haben wir uns ersteinmal kurz ausgeruht und das etwas kühlere Klima genossen. Gegen abend haben wir dann noch einen 2 stündige Nachtwanderung duch den Wald mitgemacht. Es wahr sehr interessant. Denn hier ist der Wald wieder ganz anders als in Ecuador oder Brasilien. Auf der Wanderung konnten wir viele Insekten entdecken. Auch ein Opossum und ein Wasserschwein konnten wir entdecken. Aber das Highlight war, als Marvin ein Faultier in den Baumkronen entdeckt hat. Das war total beeindruckend diese Tiere mal in der freien Wildbahn zu sehen. Anschliessend haben wir es uns dann auf unserer Terasse gemütlich gemacht und bei einem Bierchen den Geräuschen des Waldes gelauscht.

Heute morgen hiess es dann früh aufstehen. Um halb 7 haben wir gefrühstückt, denn wir wollten möglichst früh im Monteverde Reservat sein. Schon am Eingang hatten wir riesiges Glück, denn wir haben den Quetzal gesehen. Dieser Vogel ist das Nationaltier von Guatemala und nicht einfach zu Gesicht zu bekommen. Früher wurden diese Vögel wegen ihrer Federpracht fast ausgerottet, denn der Schwanz des Vogels ist ca. 1 Meter lang und ziemlich bunt. Anschliessend haben wir uns dann auf eigene Faust auf in den Park gemacht. Wir sind ca. 7 Stunden duch den ganzen Park gewandert. Hier war es möglich auf ziemlich engem Raum ganz unterschiedliche Eindrücke des Nebelwaldes zu gewinnen. Die riesigen Bäume sind hier mit tausenden von Mosen und Schmarotzerplanzen uebersäht.
Auch hier hatten wir Glück und konnten einiges an Tieren und Pflanzen entdecken. Unter anderem einen Waschbären und eine Art Truthahn. Es hat wirklich viel Spass gemacht und ist eine wunderschöne Gegend.
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Heute Abend haben wir dann von unserem Hotel aus den Sonnenuntergang genossen. Morgen werden wir uns dann auf den Weg zum Vulkan Arenal machen. Mal schauen was uns dort spannendes erwartet.
Liebe Grüsse aus dem schönen Costa Rica.
Kathrin und Marvin

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Manzanar »

[inspic=1058,left,400]Am Samstagnachmittag haben wir mit der ganzen Familie und Freunden von Paola ein Grillfest veranstaltet. In Chile ist das Grillen wirklich eine Celebration. Es dauerte mehrere Stunden und hat riesig Spass gemacht und war vor Allem superlecker.
Am Sonntag morgen sind wir mit Eduardo nach Manzanar gefahren. Manzanar ist ein kleines Dorf in den Bergen in der Region Araucania. Das ist in der Nähe des Nationalparks Conguillio, wo wir letztes Jahr waren.
Schon auf dem Weg dorthin (es sind ca. 300 km von Conception) hatten wir immer wieder einen super Blick auf die noch schneebedeckten Anden. Es war einfach richtig schön, denn dadurch das hier gerade der Frühling ausbricht sind wir an vielen wunderschönen blühenden Blumenwiesen entlang gefahren.
In Manzanar angekommen haben wir uns noch einen Wasserfall und die nähere Umgebung angesehen. Am Abend haben wir dann mit Eduardos Neffen und ein paar Freunden aus dem Dorf wieder ein leckeres Asado gemacht. Bis 1 Uhr Nachts haben wir dann noch draussen gesessen und die laue Frühlingsnacht mit chilenischem Wein und Bier und netten Gesprächen genossen. Am nächsten morgen sind wir dann bei strahlend blauem Himmel mit dem Auto weiter in Richtung Anden gefahren. Dort haben wir eine Runde bis zur argentinischen Grenze gedreht. Das war einfach wunderschön. Wir hatten immer wieder einen tollen Blick auf die schneebedeckten Gipfel des Llaima, der Sierra Nevada und des Lonquimay. Unterwegs haben wir nach einen Stopp an der Quelle des Rio Bio Bio gemacht, der in Conceptiòn ins Meer fließt und dort eine Breite von ca 2 km erreicht. Auch konnten wir entlang der Strasse immer wieder die wunderschönen Araukarien und verschiedene Lagunen bewundern.[inspic=1061,right,400] Am Abend sind wir dann zur Entpannung in die Termalquellen von Manzanar gegangen und haben dort unter freiem Himmel das warme Wasser genossen. Um uns auf die Heimat einzustimmen haben wir am Abend in einem deutschen Restaurant (hier gibt es viele Deutsche) Gulasch gegesssen und uns ein bisschen mit dem Besitzer über sein Leben hier in Chile unterhalten.
Heute morgen hat sich das Wetter leider ewas verschlechtert und es hat wie aus Kuebeln gegossen. Aber wir werden noch bis Donnerstag in der Hütte bleiben und ein bisschen die Natur Chiles geniessen.

Hasta luego und ganz liebe Gruesse
Kathrin und Marvin

Punta Tombo »

[inspic=1033,left,400]Gestern morgen sind wir nach einem leckeren Frühstück gut gestärkt mit dem Auto in Richtung Punta Tombo aufgebrochen. Das sind von Puerto Madryn aus ca. 200 km in gen süden. Nach ungefähr 2,5 Stunden Fahrt hatten wir unser Ziel erreicht. Hier in Punta Tombo gibt es eine große Pinguin Kolonie zu sehen. Dort sind ca. 10000 Pinguine, die sich entlang des Strandes niedergelassen und ihre Nester gebaut haben.
Da es für Kathrin das erste Mal hier Punta Tombo war, war sie sehr gespannt, was sie erwartet. Schon nach ein paar Schritten konnten wir die ersten Pinguine sehen. Sie lagen einfach am Wegesrand herum und haben sich in der Sonne gebadet. Andere haben sich in ihren Nestern versteckt und wieder andere sind fröhlich durch die Gegend gelaufen. Das sieht einfach lustig und niedlich aus, wenn sich die Pinguine so unbeholfen an Land fortbewegen. Auch hatten wir Glueck und konnten schon ein paar von den kleinen ca. 2 Wochen alten Pinguinbabys sehen, die sich aber immer gut zum Schutz vor dem eisigen Wind bei der Mama verkrochen hatten. Hier an diesem wunderschönen Ort haben wir uns dann fast 2 Stunden aufgehalten und uns immer wieder an dem Anblick dieser tollen Tiere erfreut. Denn man ist so dicht an die Tiere herangekommen, dass wir sie hätten anfassen können – haben wir natürlich nicht getan, denn es kann weh tun.
Schweren Herzens haben wir uns dann doch irgendwann trennen können und sind auf einer Schotterpiste wieder in Richtung norden zur Isla Escondita gefahren. Das war ein Geheimtip von Marianne und es hat sich wirklich gelohnt. Denn dort angkommen waren wir ganz alleine. Na ja, nicht ganz, denn hier gibt es eine kleine Seeelefanten Kolonie zu sehen und es war nichts eingezaunt und abgesperrt. So konnten wir uns ganz vorsichtig bis auf ein paar Metern den Tieren nähern und sie ungestört beobachten. Es war einfach wunderschön hier – nicht nur die Tiere, sondern auch das Meer und dier einmalige Landschaft. Leider waren wir etwas unter Zeitdruck, sodass wir hier nicht länger als eine Stunde bleiben konnten. Ohne Weiteres hätten wir hier einen ganzen Tag verbringen können. [inspic=1039,center,500]
So ging es auf die Schotterpiste zurück nach Trelew und dann weiter nach Puerto Madryn. Dort angekommen haben wir schnell das Auto abgegeben und dann nichts wie los zu Marianne. Um 21:30 Uhr sollte nämlich unser Bus nach Bariloche gehen.
Es hatte auch alles soweit gut geklappt, ein Taxi war bestellt und wir warteten an der Strasse. Aber kein Taxi kam und in 10 Min sollte unser Bus fahren. Nach dem das erste Taxi einfach ohne uns wieder gefahren war rief Marianne ein neues aber das kam natürlich erst um 21:30 Uhr und wir glaubten schon, dass unser Bus ohne uns gefahren ist. So baten wir den Taxifahrer in Richtung Landstrasse zu fahren in der Hoffnung den Bus noch abfangen zu können. Wir hatten Glück, denn an einer Polizeikontrolle ist es uns dann gelungen den Bus anzuhalten und doch noch zu zu steigen 😉
Da haben wir wirklich Schwein gehabt. Nach gut 13 Stunden Fahrt sind wir dann heute morgen bei wunderschönem Sonnenwetter hier in Bariloche angekommen. Hier haben wir heute den Tag ganz ruhig in der Stadt und am Seeufer genossen und werden morgen mit einem Auto die Umgebung erkunden.
Bis dann. Wir wünschen euch allen einen schönen ersten Advent.
Hasta Luego
Kathrin und Marvin

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