Das bolivianische Altiplano

Am vergangenen Samstag startete unsere Tour über das bolivianische Altiplano. Wir hatten grosses Glück und haben schon am Tag zuvor gewusst, mit wem wir die nächsten drei Tage verbringen würden. Unsere Truppe bestand aus einem etwas älteren australischen Pärchen, die wir in der Reiseagentur Andrea-Tours trafen und einem schweizer Pärchen, welches wir schon auf der Busfahrt nach Uyuni kennengelernt hatten. Um ca. 10:30 Uhr ging es mit dem ca. 5 Jahre alten Toyota-4WD-Jeep in Richtung Eisenbahnfriedhof. Dort angekommen konnten wir nicht nur sämtliche Modelle der Blütezeit der bolivianischen Eisenbahnzeit sehen, sondern auch das Ausmass des Tourismus. Hier hat sich wirklich einiges getan. Waren wir doch vor 5 Jahren fast alleine Unterwegs, so fanden sich heute an dieser Stelle schon ca. 20-30 Jeeps. Na ja, zum Glück sollte sich das in den nächsten Stunden etwas verteilen. Der nächste Stopp war ein kleines Dorf, welches hauptsächlich vom Salzabbau und natürlich vom Tourismus lebt. Hier gab es neben einem kleinen äusserst interessanten Museum 😉 , Häuser, die aus Salzsteinen gebaut wurden und natürlich viele Souveniers zu sehen. Weiter ging es dann endlich auf den Salzsee – zum ersten Salzhotel. Dieses ist aber schon lange geschlossen und dient nur noch zum Anlaufpunkt. Hier haben wir eine ausgiebige Fotosession gemacht, während unsere Köchin unser Mittagessen zubereitete. Nach der Stärkung fuhren wir etwa eine Stunde weiter über diese einfach atemberaubende Schönheit des Salzsees von Uyuni. Das Ziel war die Isla de Incahuasi (auch Isla de Pesca genannt). Kurz vor der Insel zeigte der Fahrer uns noch ein Salzauge (Ojo de sal), welche heimtückisch für unerfahrene Fahrer sein können. Dieses sind Löcher im Salz, die das Wasser darunter zum Vorschein bringen. Allerdings kann man in diesen Löchern die Salzkristalle sehr gut erkennen.
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An der Isla Incahuasi angekommen haben wir die Stunde Aufenthalt mit einer kleinen Wanderung über die Insel genutzt. Sie besteht im Grunde nur aus zwei Dingen: Aus Felsen und aus Kakteen. Aber hier bestimmt die Einfachheit die Schönheit. Bei dem andenblauen und dem weissen Salzsee sind die grünen Kakteen schon etwas besonderes. Danach ging es weiter über den 12.000qm großen Salzsee bis zu unserem Domizil – das Salzhotel am Rande des Sees. Hier ist einfach alles aus Salz – vom Stuhl über das Bett bis hin zur Wand. Dort gab es ein warmes Essen und danach nur noch das Bett…
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Am nächsten morgen fuhren wir um 07:00 Uhr weiter. Zuerst ging es stundenlang über eine endlose Ebene bis wir endlich höher hinauf auf das Altiplano fuhren. Erster Halt war der Aussichtspunkt zum Vulkan Ollagüe mit einer aktiver Fumarole. Hier konnten wir auch unsere ersten Llareta – Pflanzen sehen (siehe Bilder). Zum Mittagessen hielten wir an der ersten Lagune. Hier gab es hunderte von Flamingos, die sich scheinbar schon an den Anblick von Touristen gewöhnt hatten, denn sie liessen sich diesmal echt gut ablichten. Denn bei diesen tollen Motiven (Flamingos in den blauen Lagunen vor den Anden) konnte kein Fotograf widerstehen. Gut gestärkt fuhren wir weiter an diversen Lagunen, bunten Bergen und Felsen vorbei zu dem Stein, der die Form eines Baumes hat. Da wir dort fast vom Wind weggepustet wurden, hielten wir uns hier nicht lange auf und machten uns auf zur Laguna Colorada. Am späten Nachmittag hatten wir diese erreicht. Sie liegt auf ca. 4300m Höhe, leuchtet rot und hat weisse Borax Inseln in sich. Es ist wirklich einzigartig sie anzusehen – Bilder sprechen für sich. Auch hier war es wieder zu kalt zum lange aushalten, sodass wir uns nach kurzer Pause zu unserem Nachtlager aufgemacht haben.
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Nach einer kalten und kurzen Nacht im Gruppenzimmer auf 4300m Höhe fuhren wir um 4:30 Uhr weiter in Richtung Chile. Der erste Stopp des heutigen Tages waren die Geysiere Sol de Mañana. In der aufgehenden Sonne und der eisigen Kälte ist es schon ein Naturschauspiel die dampfenden und blubbernden Quellen zu beobachten. Da es bei -10 Grad nicht lange auszuhalten war, fuhren wir weiter nach Aguas Calientes um ein Bad im warmen Wasser (Aguas Calientes) und ein Frühstück zu nehmen. Nach dem Bad im dampfenden wärmenden Wasser fuhren wir dann weiter bis zur Laguna Verde. Leider war dieser See heute (mal wieder) nicht ganz so verde (grün), weil heute absolut kein Lüftchen wehte – und der Wind wird hier zum vermischen der Elemente (die den See grün färben) benötigt. Trotzdem ist es mit dem Vulkan Licancabur im Hintergrund ein schöner Anblick. Dies war unser letzter Stopp bevor sich an der Grenze zu Chile, wo sich unsere Wege trennten. Der deutschsprachige Teil fuhr weiter nach San Pedro de Atacama (Chile), während die Australier wieder zurück nach Uyuni fuhren.

In San Pedro angekommen haben wir uns zu vier für ein schönes Hostal entschieden und bei einem gemütlichen Essen Pläne für die nächsten Tage geschmiedet.

2 Reaktionen zu “Das bolivianische Altiplano”

  1. Hey Ihr!!

    Na da habt ihr ja schon wirklich vielerlebt.
    Bei den Bildern kann man euchnur beneiden.

    LG TuI

    Ingo | Nov 22, 2010 | Antworten

  2. Tolle Foto´s von Euch Zwei…viel Spaß noch. Livia

    LiviaDonath | Nov 29, 2010 | Antworten

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