Die letzten Tage im nordwesten Argentiniens

Nun haben wir uns schon etliche Tage nicht mehr gemeldet. Das liegt daran, dass wir zu viel damit beschaeftigt waren, uns der hiesigen Kultur und Landschaft zu widmen.[inspic=641,left,250]
In den letzten Tagen haben wir viele Ruinenanlagen besucht. Besonders begeistert hat uns die Kultur der Quilmes, die eine inzwischen weitestgehend restaurierte Ruinenanlage zwischen Cafayate und Tafi del Valle hinterlassen haben. Diese Kultur lebte in der Zeit zwischen 1000 und 1500 n. Chr. in diesem Gebiet. Ihr gelang es sich mit der Inkakultur zu arangieren und in ihr Dorfsystem viele Impulse, wie das ausgekluegelte Bewaesserungssystem aufzunehmen. Nach Einmarsch der Spanier wurden sie aus ihrem Gebiet verdraengt und in das Gebiet um Buenos Aires herum deportiert. Schon nach kurzer Zeit loeste sich ihre Kultur auf.
Neben der spannenden Kultur und deren Hinterlassenschaft bezauberte uns auch weiterhin der abwechslungsreiche und beeindruckende Naturreichtum dieser Gegend. Alle 50 km veraenderte sich die Landschaft total. Einmal befanden wir uns in bezaubernden, in der Sonne nur so leuchtenden, hellbaigen Sandsteinbergen, die sich ueber ein unfassbar grosses Gebiet erstreckten. Sie sahen aus als haette jemand unterschiedlich dicke, in unterschiedlich baigen Farben getuenchte Papierstuecke aufeinandergeklebt und dann schraeg in den Boden gerammt. [inspic=642,right,250] Alle Berge folgten dieser einen Richtung. Es sah einfach grandios aus und wir verbrachten Stunden damit diese Landschaft auf uns wirken zu lassen und unzaehlige Fotos zu machen. Dann fuhren wir durch das Tal Tin Tin, in dem sich unzaehlige, baumgrosse Kandelaberkakteen zu einem waren Wald formiert haben. Fuer Marvin war es wie Weihnachten :-). Er wandelte mit leuchtenden Augen durch die stachelig, kargen Gewaechse. Komischerweise trugen diese Kakteen fast keine Blueten. Nachdem wir die Hochebene verliessen fuhren wir hinter Tafi del Valle in die argentinischen Yungas. Die Yungas befinden sich auf der Ostseite der Andenkordilliere. Sie bilden sich durch die sich vor den Anden aufstauenden und sich dann abregnenden Wolken, was zur Folge hat, dass diese Andenseite extrem vegetationsreich ist. Links und rechts der Strasse tuermen sich hohe Berge auf, die von Schmarotzerpflanzen und von Farnengewaechsen ueberzogen sind. Es wirkt ein wenig wie der Regenwald. Unter den Wolken auftauchend, empfang uns die weite Ebene der Pampa. Ganz begeistert betrachteten wir endlose Felder mit Zitronenbaeumen, Zuckerrohr und Erdbeeren. Wir haben uns an einem Strassenstand erstmal mit Erdbeeren eingedeckt und den deutschen Sommer nachgeholt :-).
[inspic=650,left,250]Langsam aber sicher naeherten wir uns dann wieder der Stadt Salta, in der wir unsere letzten beiden Tage hier im nordwesten Argentiniens verlebten. Gestern sind wir in 32 Grad im Schatten auf den Stadtberg gestiegen, von wo aus man einen herrlichen Blick ueber Salta geniessen konnte. Danach sind wir einmal quer durch die Stadt getigert, bis wir am anderen Ende zu einem Kunsthandwerkermarkt kamen, wo die Produkte der unterschiedlichen Regionen Saltas angeboten wurden.
Morgen geht es dann weiter nach Puerto Madryn, worauf sich besonders Geertje schon sehr freut. Hier werden wir von Marianne und Romulo, lieben Freunden von Geertje, herzlich aufgenommen.
Einen ganz lieben Gruss an Alle und vielen Dank fuer all eure lieben Kommentare/ Gruesse.
Geertje und Marvin

Unsere Route war:
Von San Antonio de los Cobres ueber Salta nach Chicoana. Von dort aus ueber Cachi nach Molinos. Dort uebernachteten wir und fuhren am naechsten Tag weiter nach Tafi del Valle. Von dort aus ging es zurueck nach Salta.

4 Reaktionen zu “Die letzten Tage im nordwesten Argentiniens”

  1. Liebe Grüße aus Hamburg!

    Endlich hatte ich Zeit Eure Abenteuer zu verschlingen = durch zu lesen! ;o)
    Einfach nur „toll“ was Ihr zwei da so seht und erlebt. Hoffe Ihr habt weiter schönes Wetter und gute Straßen und nette Leute die Euch weiter helfe. Jetzt ohne Reiseführer? Wie sieht es mit den Nachrichten bei Euch aus? Habt Ihr was mit dem Untergang des Kreuzfahrtschiffes „Explorer“ mitbekommen? Wolltet Ihr zwei nicht auch noch in die Richtung?
    Ich wünsche Euch noch viel Spaß auf Eurer Reise und bei Euren Bekannten ein paar schöne Tage.

    Livia

    Livia | Nov 25, 2007 | Antworten

  2. Hallo Ihr Beiden!

    endlich Bilder, wie schön!
    Weiterhin ganz viel Spass, gutes Wetter und nicht so starken Seegang 😉

    Liebe Grüsse aus Ostfriesland von
    Alex!

    Alex | Nov 26, 2007 | Antworten

  3. hallo Ihr Zwei! Viele liebe Grüße aus den kalten Bothel, wo es heute auch ein weing schneit. Die ganzen Geburtstagvorbereitungen und dié Feier sind vorbei. Es hat alles gut geklappt und es war schön. Deshalb habe ich heute erst die Ruhe und Zeit gefunden Eure Reiseberichte zu lesen. Kathrin hat viel erzählt und Klaus schaut jeden Abend auf eure Seite.
    Es ist ja eine abenteuerliche Reise mit einigen Erlebnissen. Diese Probleme werden aber bestimmt kleiner, wenn ihr die vielen schönen Naturerlebnisse genießt und die warme Sonne tun bestimmt auch gut.
    Ich wünsche Euch weiterhin eine schöne Zeit, viel Erfolg auf der Seereise und viel Spass. Ganz liebe Grüße von Angelika und Klaus

    Angelika Früchtenicht | Nov 26, 2007 | Antworten

  4. Hallöchen!

    was lange wärt wird endlich gut und so komme ich nun auch mal zum Schreiben.

    Das hört sich ja alles sehr erlebnisreich an. Stellt sich mir die Frage, wann du die südamerikanische Staatsbürgerschaft beantragst 🙂

    Hier ist auch ne Menge passiert, aber wenn ich das alles erzähl könntest du schon einen zweiten Blog aufmachen 😉 ich konnte z.B. meinen Vater nach fast 30 Jahren endlich vom Internet überzeugen. Meine Projekte nehmen konkrete Formen an und entwickeln sich prächtig. Mein zweites Büro wird nach konkreten Überlegungen wieder zurück verlagert. Wer also noch gute Büromöbel brauch. Einfach melden… uvm.

    Freue mich auf eure Wiederkehr und wünsche euch noch eine angenehme Zeit.

    Alles Gute
    Tim

    Balu | Nov 29, 2007 | Antworten

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