Patagonien – Puerto Madryn

[inspic=665,right,250]Von Salta sind wir erst mit einem Flugzeug nach Buenos Aires geflogen und dann mit einem „Suite Cama Bus“, dort kann man die Sitze komplett zu einem Bett umklappen – ein Luxus :-), von dort aus die 17 Stunden nach Puerto Madryn weitergefahren. Wir hatten grosses Glueck, dass wir Romulo gerade noch in seiner Wohnung angetroffen haben, bevor er zu seiner Tochter nach Buenos Aires aufbrach. Den Ankunftstag haben wir erstmal damit zugebracht unsere Weiterreise nach Punta Arenas zu planen und die Sonne am Strand zu geniessen. Am naechsten Tag konnten wir leider gar nichts geniessen, da sich Marvin vermutlich eine Lebensmittelvergiftung oder so etwas aehnliches zugezogen hat und sich den ganzen Tag entweder ueber/ unter/ neben der Kloschuessel oder schlafend im Bett befand. [inspic=658,left,250]Nachdem Marvin wieder einigermassen genesen war, fuhren wir am spaeten Vormittag des naechsten Tages auf die Peninsula Valdes, von wo aus wir gegen 18:30 Uhr dann zu einer Walbesichtigungstour im untergehenden Sonnenlicht aufbrachen. Das Meer war komplett windstill wie eine Glasplatte. Bis zu sechs Wale tummelten sich gleichzeitig um unser Boot. Wir waren begeistert wie neugierig und friedlich diese Tiere waren und machten Gigabyteweise Fotos. Die Wale halten sich in dem „Golfo Nuevo“ auf, um ihre Jungen zu bekommen. In einer Saison sind bis zu 2000 Tiere in den Buchten Chubuts. Man kann sich vorstellen, wie das Meer zu dieser Zeit aussieht. Nun neigt sich die Saison eigentlich schon dem Ende zu und viele Gruppen bekommen daher nur wenige oder gar keine Tiere zu sehen. Wir hatten einfach riesiges Glueck. Vom Boot aus trennt Einen teilweise wirklich nur ein ausgestreckter Arm von den Walen, so dicht kommen sie an das Boot heran, tauchen unter ihm hindurch oder umkreisen es. Ganze zwei Stunden sahen wir staunend diesem Schauspiel zu und am Ende, als wir zurueck zur Kueste aufbrachen, wirkte es so als wuerden sich die Wale von uns verabschieden. Einfach beeindruckend.
Am naechsten Tag haben wir noch einmal (wir waren vor drei Jahren schon mal dort) Punta Tombo, die Weltgroesste Pinguinkolonie besucht. [inspic=663,right,150]Etwa 189.000 Tiere brueten an diesem Ort. Wir sind immer wieder fasziniert ueber diese kleinen, intelligenten und eigenwilligen Tiere. Jedes Jahr aufs Neue, suchen die maennlichen Tiere ihr altes Nest auf, bereiten es vor und rufen sich dann nach Ankunft der weiblichen Tiere ihre Wunschdame herbei, mit der sie diese Saison das Nest teilen moechten. Aus heiterem Himmel legt dann das Weibchen irgendwann zwei Eier ;-). Abwechselnd mit dem Maennchen brueten sie zwei Monate bis die ersten Jungen schluepfen. Wir hatten das Glueck, diesem Schauspiel beizuwohnen. Wir konnten noch etliche Eier beobachten aber auch schon viele geschluepfte, tabsige und piepsende Kuecken. Man koennte den Kleinen Stunden zuschauen, wie sie unbeholfen versuchten ihren Koerper zu koordinieren :-).
[inspic=664,left,250]Am letzten Tag haben wir noch ausgiebig das Beisammensein mit Marianne ausgekostet. Es war eine wundervolle Zeit in Puerto Madryn und wir verliessen Marianne beide mit ein wenig Wehmut und freuen uns schon riesig auf ein baldiges Wiedersehen.




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