Panamá Stadt und der Panamá – Kanal

Nach ca. 17 Stunden Busfahrt erreichten wir am Mittwoch um 16 Uhr Panamá Stadt. Die Fahrt war nicht wirklich angenehm. Der Bus war extrem eng und der Grenzübertritt mit seinen umständlichen Kontrollen dauerte zermürbende 4 Stunden. Zum Glück hatten wir unser Hotel (Baru Lodge) schon von Costa Rica aus gebucht und so brauchten wir nicht lange suchen. Wir hatten ein schönes Zimmer in relativ zentraler Lage mit schönem Garten. Den Abend liessen wir einfach mit ein paar Bocadillos und Panamá-Bier ausklingen.
[inspic=1154,left,400]Am Donnerstag morgen hatten wir uns ein Auto gemietet. Hiermit wollten die nähere Umgebung von Panamá Stadt erkunden. Als erstes Ziel stand natürlich der Panamá Kanal auf dem Programm. Der Panamá Kanal durchschneidet den Isthmus von Panamá und war ein ziemlich ehrgeiziges Projekt, welches schon zu Balboas Zeiten geplant wurde. Allerdings sollte es damals etwas weiter südlich in der Darien-Provinz (Grenzgebiet zu Kolumbien) gebaut werden. Nach vielen weiteren Planungen begannen aber erst 1881 die Arbeiten. Diese wurden von Franzosen durchgeführt und sollten die Ozeane ohne Schleusen verbinden. Bei den Arbeiten bis 1889 starben bereits 22000 Menschen an den schlechten Arbeitsbedingungen und vor Allem an tropischen Krankheiten wie Gelbfieber und Malaria. So gaben die Franzosen das Projekt 1889 auf und die Gesellschaft wurde an die USA verkauft. Der leitende Ingeneur Stevens erkannte schnell das Problem mit den Krankheiten und den Arbeitsbedingungen und beseitigte diese weitesgehend. So konnte nach seinem Weggang George Washington Goethals den Kanal dann 1914 fertigstellen. Allerdings wurde von den ursprünglichen Plänen jetzt etwas abgewichen. Auf beiden Ozeanseiten gab es nun Schleusen um die Höhenunterschiede zur kontinentalen Wasserscheide zu überwinden. Der höchste Punkt bildet der Culebra-Durchschnitt mit 124 m über dem Meeresspiegel. Insgesamt forderte der Kanalbau 28000 Arbeitern das Leben und kostete ca. 386 Millionen US-Dollar
An den Miraflores-Schleusen gibt es ein Museum und einen Aussichtspunkt, von dem die Hebe- bzw. Senkvorgänge beobachtet werden können. Da wir rechtzeitig dort waren, konnten wir solche Vorgänge auch gut beobachten. Eine Durchfahrt im Kanal kostet im Durchschnitt 50000 US-Dollar spart aber ca. 8000 Km und ca. 14 Tage Fahrt um Kap Hoorn. [inspic=1156,right,400]Nach ca. 3 Stunden hatten wir alles gesehen und wir machten uns weiter in Richtung Gatún-Stausee am Kanal entlang. Hier gibt es viel tropischen Wald und einige Nationalparks und natürlich immer wieder viele Schiffe im Kanal zu sehen.
Am späten Nachmittag besuchten wir noch die Puente de las Americas (Brücke über den Kanal), die quasi Nord- und Südamerika miteinder verbindet. Danach spazierten wir noch etwas am Causeway (eine Strasse direkt am Panamá-Kanal, die mehrere Inseln verbindet) und liessen dann den Abend im Garten des Hotels ausklingen.

LG
Marvin & Kathrin

Eine Reaktion zu “Panamá Stadt und der Panamá – Kanal”

  1. Moin, moin aus Hamburg,

    Mensch ich hatte ja ganz vergessen das Ihr schon wieder (!) unterwegs seit. Bei den häufigen Urlaub kann man ja schon mal den Überblick verlieren ;-). Hört sich ja alles sehr spannend an und die Bilder machen Lust auf mehr. Was mir allerdings aufgefallen ist, dass fast nur Kathrin Berichte verfasst. Was ist denn mit dem feinen Herrn Loth los 😉 🙂 ?

    Bis bald in der Heimat
    Andreas (&A&a)

    P.S. @ Marvin: Hast Du mitbekommen dass es bei Deinem Brötchengeber einen Bombenalarm gab? Sofern ich es noch richtig im Kopf habe, sind bundesweit die Niederlassungen geräumt worden.

    Andreas | Mai 23, 2011 | Antworten

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