Piton de la Furnaise (der Schmelzofen)

Gestern – am vorletzten Tag – hatten wir uns den Piton de la Furnaise vorgenommen. Das ist der aktivste Vulkan der Insel. Der letzte Ausbruch fand 2010 statt und dabei ist das Grand Brûle entstanden und hat dabei die Insel um 0,45 Quadratkilometer vergrössert. Auf der Spitze des 2632m hohen Vulkans kann man natürlich in den Krater hineinschauen – allerdings ist er momentan geschlossen und man kann nicht ins Erdinnerre hineinschauen. Das besondere am Piton de la Furnaise ist, dass er innerhalb seines Kraters mehrere kleinere Krater enthält. Die Ausmasse des grossen Kraters beträgt ca. 5km im Durchmesser. Der Schmelzofen selbst befindet sich dann in der Mitte. Man muss also erst in den grossen Krater hinabsteigen um dann den zuletzt aktiven Krater zu besteigen (100m runter und ca. 500m rauf). Hin und zurück sind das ca. 13km und 6 Stunden Wandern. Unterwegs gibt es keine Möglichkeit sich vor der erbarmungslosen Sonne zu verstecken. Somit ist klar, dass früh gestartet werden muss – ausserdem kommen ab spätem Vormittag ja auch die Wolken. Also sind wir wieder um drei aufgestanden um zum Sonnenaufgang am Bellecombe-Pass zu sein (das ist der Abstiegspunkt). Als wir dort um 05:30 Uhr ankamen, hatten wir mit ein paar Mitstreitern einen sagenhaften Ausblick in den gigantischen Krater. Da wir keine Zeit zu verlieren hatten, machten eir uns gleich an den Abstieg. Unten angekommen liefen wir auf unterschiedlichen Lavaformationen auf den Furnaise zu. Zwischendurch konnten wir immer wieder kleine Krater entdecken, die zu unterschiedlichen Zeiten aktiv waren. Dann kam der Aufstieg und nach ca. 2,5 Stunden hatten wir die Spitze erreicht. Kaum eine Wolke war am Himmel. So konnten wir auf der einen Seite über das Grand Brûle den indischen Ozean sehen und auf der anderen Seite die grossen Berge der Cirques. Selbstverständlich konnten wir auch in den Krater hineinsehen, der allerdings unten verschlossen war. Bis auf ein paar Fumarolen waren nur Steine zu sehen. Nachdem wir unser Frühstück genossen hatten, machten wir uns wieder auf den Rückweg. Als wir ungefähr die Hälfte geschafft hatten, war der Vulkan auch schon gut in die Wolken eingehüllt. Trotzdem kamen uns immer noch Leute entgegen. Scheinbar gibt es doch welche, die noch nicht verstanden haben, wie die Uhren auf La Réunion ticken…
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Gegen 12:00 Uhr waren wir zurück beim Auto. Bis zum wunderschönen Sonnenuntergang haben wir dann den Tag in Grande Anse ausklingen lassen. Das ist unserer Meinung nach der schönste Strand der Insel und kann uneingeschränkt empfohlem werden. Ausserdem gibt es dort ein superleckeren Sandwich Americaine. Das ist ein Baguette mit Fleischeinlage und Pommes! überbacken.
[inspic=1251,right,400]Heute am Tag der Abreise haben wir den Vormittag mit Sachen packen verbracht. Anschliessend sind wir in Takamaka-Schlucht gefahren. Hier stürzen viele Wasserfälle die Berge hinunter und werden nebenbei zur Stromerzeugung verwendet. Sehr schön anzusehen.
Danach sind wir auf der Küstenstrasse über das Grand Brûle wieder nach Grande Anse gefahren und haben somit das letzte Mal dort gebadet. Kaum vorstellbar, dass wir und ein paar Stunden später schon im kalten Paris wiederfinden würden. Auch Weihnachten ist trotz der geschmückten Orte und Geschäfte noch ziemlich weit weg. Letzendlich waren wir jedenfall gegen 20:00 Uhr beim Flughafen…

Eine Reaktion zu “Piton de la Furnaise (der Schmelzofen)”

  1. Hoffe ihr habt auch ein paar Gewürze gekauft? Glg Livia

    Livia | Dez 8, 2013 | Antworten

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